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Fischessen 2010 in Arnschwang

Hohenbogenwinkel. "Das ist die größte Fischparty im Landkreis" stellte Landrat Theo Zellner am Freitagabend (19.02.2010) im Brunnerstadl in Arnschwang beim traditionellen Fischessen der Hohenbogenliste fest. Wie alle Jahre stand neben kurzen Ansprachen das persönliche Gespräch der Mitglieder mit den Mandatsträgern im Mittelpunkt. Anstelle einer "Fischrede" hielt heuer Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier im Gewand des "Bruder Barnabas" den Anwesenden in Versform den Spiegel vor.

Als amtierender Sprecher konnte Arnschwangs Kreisrat und 2. Bürgermeister Josef Mühlbauer heuer die gut besuchte Versammlung eröffnen. Sein besonderer Gruß galt Landrat Theo Zellner mit Frau Inge, MdB Karl Holmeier und dessen Vorgänger Klaus Hofbauer sowie Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler. Wie bei der Hohenbogenliste seit 15 Jahren Tradition, kamen aus allen fünf Mitgliedsgemeinden die Mitglieder, um bei köstlichen Fischspeisen auch politische Gespräche zu führen. "Unser Fischessen stärkt den Zusammenhalt ", attestierte Josef Mühlbauer. Hausherr Andreas Brunner stellte das üppige Fischbuffet vor, während die Geschwister Vogl "mit dem Hans und dem Hans" die Veranstaltung musikalisch umrahmten.

In seinem Grußwort dankte Landrat Theo Zellner der Hohenbogenliste für ihre beständige Arbeit für den Landkreis, für die loyale und kritische Zusammenarbeit. "Ihr vertretet die Interessen der Region um den Hohenbogen, ohne das Ganze des Landkreises aus dem Auge zu verlieren". Dabei lobte der Landrat vor allem den ständigen Dialog der Mitglieder und Mandatsträger und stellte fest, daß es der Hohenbogenliste nicht um Schlagzeilen sondern um eine gute Sacharbeit geht. "Ihr transportiert das, was man im Volk denkt", so der Landrat, der auch auf die jahrelange hartnäckige Arbeit der Hohenbogenliste in Sachen Südumgehung oder Drachensee herausstellte. Diese beiden Projekte seien unter anderem deshalb so weit fortgeschritten, weil die Hohenbogenliste seit fünfzehn Jahren so massiv darauf gedrängt und gute Vorarbeit geleistet hat. Handlungsbedarf gäbe es aber auch bei der Verbesserung der Bahnanbindung und beim Ausbau des Radwegenetzes in der Region. "Die Verlegung des Radwegs zwischen Arnschwang und Furth im Wald schaffen wir, wenn die beiden Kommunen und der Landkreis die Kosten zu je einem Drittel übernehmen", gab sich Zellner optimistisch. Eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre sah der Landrat beim Radwegebau im Lückenschluß zwischen Neukirchen b. Hl. Blut und dem Drachensee. Auf die kommunalen Finanzen eingehend, meinte der Landrat, wenige Tage nach dem Aschermittwoch müsse man wohl für die nächsten zwei oder drei Jahre auch in den Köpfen eine gewisse Fastenzeit einläuten. Aufgrund sinkender Steuereinnahmen müsse an mancher Stelle bei Städten und Gemeinden aber auch beim Landkreis der Rotstift angesetzt werden.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler stellte in seinem Grußwort die Notwendigkeit des Bezirks als dritter kommunaler Ebene dar. Gerade im sozialen Bereich habe der Bezirk unheimlich wichtige Aufgaben zu erfüllen. Neben der Sozialarbeit ging Löffler auf die erste stationäre Psychiatrie ein, die der Bezirk künftig am Chamer Krankenhaus betreien wird. Damit könne vielen Menschen gut und wirksam vor Ort geholfen werden, so Löffler, der für gute medizinische Einrichtungen auch im ländlichen Raum plädierte. Ein weiteres Thema war die berufliche Bildung, in der sich der Bezirk stark engagiert. Ein wichtiger Baustein sei die Gestaltungsakademie in Cham, die vielen jungen Leute eine qualifiziertes Studium ermöglicht. "Wir brauchen berufliche Bildung auch in der Fläche und nicht nur in den Zentren", appellierte Franz Löffler und warb gleichzeitig um die Soldiarität von Gemeinden und Landkreisen damit diese umfangreichen Aufgaben auch bezahlt werden können.

In der Zwischenzeit war Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier eingetroffen, um im Gewand des "Bruder Barnabas" ans Rednerpult zu treten. Die Zeit beim Rückflug aus Berlin nutzte er, um passende Verse für die Fastenrede auszuarbeiten. Dabei spannte Holmeier den Bogen von der Bundeskanzlerin über den Vizekanzler, die Arge und Harz-IV bis hin zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Aber auch die regionale Politik kam zur Sprache. So manche Begebenheit des letzten Jahres nutze Karl Holmeier aufgrund umfangreichem "Insider-Wissen", um in Versform sowohl die Mandatsträger als auch die fünf Mitgliedsgemeinden der Hohenbogenliste zu "derblecken". "So, jetzt is´aus, jetzt is´ der Flieger g´landt" beendete der MdB seine Reime. Er wünschte sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der Hohenbogenliste, die eine wichtige Funktion für den ganzen Landkreis hat.

Bild: MdB Karl Holmeier als "Bruder Barnabas" bereicherte heuer das traditionelle Fischessen der Hohenbogenliste, zu dem sich eine Reihe von Mandatsträgern und Vertretern der fünf Mitgliedsgemeinden eingefunden haben.



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